Hinsehen · Teil II von VI
ZEIT.
Wofür gebe ich mein Leben her?
Von der falschen Einheit zur Frage nach genug.

Im ersten Teil ging es darum, wessen Maßstab wir benutzen. Hier geht es darum, was wir dafür bezahlen. Denn alles, was wir tun und haben, hat denselben Preis: Lebenszeit.
Dieser Teil beginnt mit einem Rechenfehler. Wir rechnen Arbeit in Geld, obwohl wir in Stunden bezahlen. Von dort geht es zum Rad, das sich mitdreht, zur ehrlichen Gegenrede für das Geld, zu der Frage, wovon wir eigentlich frei sein wollen, zum Konsum, zum ewigen Später und schließlich zu dem Wort, das wir auf alles anwenden außer auf uns selbst: genug.
Es geht nicht darum, weniger zu arbeiten. Es geht darum, den Tausch überhaupt einmal zu sehen.
Der Weg durch diesen Teil

Die wahre Währung
Hinter jedem Gehalt steckt ein Tausch: Lebenszeit gegen Geld. Ist der Tausch, den du machst, für dich ein guter?
Zeit · Arbeit · Geld
Kapitel lesen
Warum wir schneller laufen
Mehr Einkommen bedeutet selten mehr Freiheit. Meistens bedeutet es größere Ausgaben und dasselbe Gefühl. Über das Rad, das sich mitdreht.
Hamsterrad · Wohlstand · Gewöhnung
Kapitel lesen
Was Geld wirklich kann
Die ehrliche Gegenrede. Rücklagen kaufen Stunden zurück, und wer sich nie um Geld sorgen musste, unterschätzt, wie viel Zeit diese Sorge frisst.
Geld · Freiheit · Sicherheit
Kapitel lesen
Wovon du frei sein willst
Fast niemand will Geld, man will, was es wegnimmt. Über zwei Zahlen, die verwechselt werden, und darüber, warum das Wort Freiheit so viel bequemer ist als ein Betrag.
Freiheit · Geld · Unabhängigkeit
Kapitel lesen
Das Haus, das dich sichern soll
Eine Sicherheit, die an einem Gegenstand hängt, ist selbst ein Risiko. Und das Haus, in das du investierst, ist nicht dasselbe wie das Zuhause, das du dir davon erhoffst.
Sicherheit · Besitz · Zuhause
Kapitel lesen
Was wir eigentlich kaufen
Kaum ein Kauf ist nur ein Kauf. Meistens hoffen wir, ein Gefühl mitzubekommen. Über den Unterschied zwischen dem Ding und dem Grund.
Konsum · Status
Kapitel lesen
Das Leben im Ausstellungsraum
Ein Musterhaus ist dafür gebaut, angesehen zu werden, nicht dafür, darin zu leben. Über einen Maßstab, der selbst eine Produktion ist.
Perfektion · Darstellung · Vergleich
Kapitel lesen
Die Stunden, die verschwinden
Nicht die Arbeit frisst den Abend. Über die zweite Flasche, die vierte Folge und das Radio, das immer läuft, damit es nicht still wird.
Ablenkung · Betäubung · Alltag
Kapitel lesen
Später
Später ist kein Datum. Später ist ein Ort, an dem erstaunlich viele Menschen leben wollen, und an dem noch nie jemand angekommen ist.
Aufschieben · Lebensziele
Kapitel lesen
Die Flucht, für die man gelobt wird
Arbeit ist der einzige Rückzug, der von außen wie Einsatz aussieht. Über das, was sie liefert und das Leben nicht, und darüber, warum Erschöpfung selten an der Menge liegt.
Arbeit · Erschöpfung · Rückzug
Kapitel lesen
Was der Körper früher weiß
Der Kopf braucht Jahre für eine Einsicht, die der Körper seit Monaten hat. Und irgendwann setzt er dem Später eine Frist.
Körper · Gesundheit · Altern
Kapitel lesen
Der Zustand, den du zurückhaben wirst
Der Körper berichtet nur in eine Richtung, deshalb ist Gesundheit der einzige Besitz ohne Signal. Warum Dankbarkeit dafür nicht funktioniert und was stattdessen bleibt.
Gesundheit · Körper · Vergänglichkeit
Kapitel lesen
Wie lange man gesehen wird
Irgendwann hört ein Hintergrundrauschen auf, das niemand bestellt hat. Über eine Währung, die ungleich verteilt und befristet ist, und über den Abstand zwischen Innenalter und Außenalter.
Aussehen · Altern · Sichtbarkeit
Kapitel lesen
Dafür ist es zu spät
Irgendwann kippt das Später in ein Zu spät. Über die Fenster, von denen wir glauben, sie seien zu, und über die, die es wirklich sind.
Alter · Neuanfang · Aufschieben
Kapitel lesen
Wann genug genug ist
Wir wissen sehr genau, wann ein Glas voll ist. Bei fast allem anderen fehlt uns dieser Punkt. Warum eigentlich?
Genug · Wohlstand · Konsum
Kapitel lesen
Die Stunden, die dir gehören
Freie Zeit ist kein Geschenk, das man einfach annimmt. Man muss lernen, sie auszuhalten. Über den Anfang eines neuen Tauschs.
Freiheit · Zeit · Muße
Kapitel lesen
Wer seine Zeit einteilt, teilt sie immer auch mit anderen. Damit sind wir bei den anderen.
Teil III: WIR.
