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Hinsehen · Teil II von VI

ZEIT.

Wofür gebe ich mein Leben her?

Von der falschen Einheit zur Frage nach genug.

Nahaufnahme des Zifferblatts einer alten analogen Uhr.

Im ersten Teil ging es darum, wessen Maßstab wir benutzen. Hier geht es darum, was wir dafür bezahlen. Denn alles, was wir tun und haben, hat denselben Preis: Lebenszeit.

Dieser Teil beginnt mit einem Rechenfehler. Wir rechnen Arbeit in Geld, obwohl wir in Stunden bezahlen. Von dort geht es zum Rad, das sich mitdreht, zur ehrlichen Gegenrede für das Geld, zu der Frage, wovon wir eigentlich frei sein wollen, zum Konsum, zum ewigen Später und schließlich zu dem Wort, das wir auf alles anwenden außer auf uns selbst: genug.

Es geht nicht darum, weniger zu arbeiten. Es geht darum, den Tausch überhaupt einmal zu sehen.

Teil beginnen

Der Weg durch diesen Teil

  1. Die wahre Währung

    Hinter jedem Gehalt steckt ein Tausch: Lebenszeit gegen Geld. Ist der Tausch, den du machst, für dich ein guter?

    Zeit · Arbeit · Geld

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  2. Warum wir schneller laufen

    Mehr Einkommen bedeutet selten mehr Freiheit. Meistens bedeutet es größere Ausgaben und dasselbe Gefühl. Über das Rad, das sich mitdreht.

    Hamsterrad · Wohlstand · Gewöhnung

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  3. Was Geld wirklich kann

    Die ehrliche Gegenrede. Rücklagen kaufen Stunden zurück, und wer sich nie um Geld sorgen musste, unterschätzt, wie viel Zeit diese Sorge frisst.

    Geld · Freiheit · Sicherheit

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  4. Wovon du frei sein willst

    Fast niemand will Geld, man will, was es wegnimmt. Über zwei Zahlen, die verwechselt werden, und darüber, warum das Wort Freiheit so viel bequemer ist als ein Betrag.

    Freiheit · Geld · Unabhängigkeit

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  5. Das Haus, das dich sichern soll

    Eine Sicherheit, die an einem Gegenstand hängt, ist selbst ein Risiko. Und das Haus, in das du investierst, ist nicht dasselbe wie das Zuhause, das du dir davon erhoffst.

    Sicherheit · Besitz · Zuhause

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  6. Was wir eigentlich kaufen

    Kaum ein Kauf ist nur ein Kauf. Meistens hoffen wir, ein Gefühl mitzubekommen. Über den Unterschied zwischen dem Ding und dem Grund.

    Konsum · Status

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  7. Das Leben im Ausstellungsraum

    Ein Musterhaus ist dafür gebaut, angesehen zu werden, nicht dafür, darin zu leben. Über einen Maßstab, der selbst eine Produktion ist.

    Perfektion · Darstellung · Vergleich

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  8. Die Stunden, die verschwinden

    Nicht die Arbeit frisst den Abend. Über die zweite Flasche, die vierte Folge und das Radio, das immer läuft, damit es nicht still wird.

    Ablenkung · Betäubung · Alltag

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  9. Später

    Später ist kein Datum. Später ist ein Ort, an dem erstaunlich viele Menschen leben wollen, und an dem noch nie jemand angekommen ist.

    Aufschieben · Lebensziele

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  10. Die Flucht, für die man gelobt wird

    Arbeit ist der einzige Rückzug, der von außen wie Einsatz aussieht. Über das, was sie liefert und das Leben nicht, und darüber, warum Erschöpfung selten an der Menge liegt.

    Arbeit · Erschöpfung · Rückzug

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  11. Was der Körper früher weiß

    Der Kopf braucht Jahre für eine Einsicht, die der Körper seit Monaten hat. Und irgendwann setzt er dem Später eine Frist.

    Körper · Gesundheit · Altern

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  12. Der Zustand, den du zurückhaben wirst

    Der Körper berichtet nur in eine Richtung, deshalb ist Gesundheit der einzige Besitz ohne Signal. Warum Dankbarkeit dafür nicht funktioniert und was stattdessen bleibt.

    Gesundheit · Körper · Vergänglichkeit

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  13. Wie lange man gesehen wird

    Irgendwann hört ein Hintergrundrauschen auf, das niemand bestellt hat. Über eine Währung, die ungleich verteilt und befristet ist, und über den Abstand zwischen Innenalter und Außenalter.

    Aussehen · Altern · Sichtbarkeit

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  14. Dafür ist es zu spät

    Irgendwann kippt das Später in ein Zu spät. Über die Fenster, von denen wir glauben, sie seien zu, und über die, die es wirklich sind.

    Alter · Neuanfang · Aufschieben

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  15. Wann genug genug ist

    Wir wissen sehr genau, wann ein Glas voll ist. Bei fast allem anderen fehlt uns dieser Punkt. Warum eigentlich?

    Genug · Wohlstand · Konsum

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  16. Die Stunden, die dir gehören

    Freie Zeit ist kein Geschenk, das man einfach annimmt. Man muss lernen, sie auszuhalten. Über den Anfang eines neuen Tauschs.

    Freiheit · Zeit · Muße

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Wer seine Zeit einteilt, teilt sie immer auch mit anderen. Damit sind wir bei den anderen.

Teil III: WIR.